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EU-Energieausweis


Der EU-Energieausweis ist für die meisten Gebäude in Europa Pflicht. Vermieter und Verkäufer von Wohnungen und Häusern müssen dann dem Käufer oder Mieter einen Energieausweis vorlegen. Ausnahme: Für Baudenkmäler muss kein Energieausweis ausgestellt werden.

Wie ein Energieausweis erstellt werden muss und wie die Ergebnisse darzustellen sind, regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV) Die novellierte EnEV ist am 1.Oktober 2007 in Kraft getreten und wurde am 18. März 2009 verschärft. Ende 2013 wurde sie erneut geändert und tritt als EnEV 2014 ab den 1. Mai 2014 in Kraft.
Wesentliche Änderungen hier (Quelle DENA).

Die energetischen Standards für Neubauten sollen demnach ab 2016 in einem Schritt um 25 Prozent steigen. Der Endenergiebedarf von Gebäuden im Energieausweis künftig nicht mehr nur über den bereits bekannten Bandtacho angezeigt, sondern zusätzlich in Form von Energieeffizienzklassen dargestellt werden (Muster Energieausweis). Alte Heizkessel müssen nach 30 Jhren Betriebszeit ausgetauscht werden. Für Bestandsgebäude ergeben sich keine wesentlichen Änderungen(mehr dazu hier).

 

Hier noch Wissenswertes zum Thema Energieausweis:

Ziel

Der Energieausweis soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Erwartet wird, dass mit dem Energiepass-Label so selbstverständlich mit der Energieeffizienz geworben wird, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist. Die Kennzeichnung soll allgemeinverständlich den Vergleich von Gebäuden ermöglichen und durch diese Informationen Investitionsanreize schaffen. Durch Senkung des Energieverbrauchs wird die Umwelt entlastet. Der klimawirksame hohe Kohlendioxidausstoß wird verringert

Energieberatung vor Ort oder Energieausweis?

Im Rahmen der Energieberatung vor Ort, d.h. des Energie-Moduls des Gießener Gebäudepasses, kann bis zum 1. Mai 2014 auf Wunsch der standardisierte EU-Energieausweis nach Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erstellt werden, da die Datengrundlage die gleiche ist (mehr). Ist nur ein EU-Energieausweis gewünscht, muss dem Eigentümer klar sein, dass ein Energieausweis keine detaillierte Energie- oder Modernisierungsberatung ersetzen kann. Im Energieausweis sind Modernisierungsempfehlungen nur in Kurzform enthalten. Die erreichbaren Energieeinsparungen sind als Hinweise gedacht. Er soll motivieren, eine detaillierte Energieberatung mit anzuschließen oder die Vorschläge umzusetzen
Verbrauchsbezogener und bedarfsorientierter Ausweis

Bei der Energieausweiserstellung gibt es zwei mögliche Verfahren, d.h. zwei Arten der Datenerfassung:

1.

die vereinfachte Datenaufnahme mittels tabellierter Pauschalwerte für die Erfassung des Gebäudes für den verbrauchsorientiertem Ausweis,

2.

ausführliche Datenaufnahme: die Daten zum Gebäude werden detailliert (Pläne, Baubeschreibungen etc.) für en bedarfsorientierten Ausweis ermittelt.

Varianten können für ein und dasselbe Gebäude völlig unterschiedliche Werte ergeben. Wir empfehlen, sich punkto Erstellung eines Energieausweises an die Stadtwerke Gießen AG unter der Telefonnummer 0641/708-1177 zuwenden.

Hinweise für Mieter

Der genaue zukünftige Verbrauch und die entsprechenden Energiekosten des Nutzers lassen sich aus dem Energieausweis nicht ableiten. Entsprechend lassen sich auch keine Forderungen einklagen oder durch Mietminderung durchsetzen. Der Nutzer hat ebenfalls keinerlei Anspruch auf Umsetzung der im Energieausweis enthaltenen Modernisierungstipps.

Rechtslage

Ab dem 1. Januar 2009 galt für alle Wohngebäude in Deutschland die "Ausweispflicht". Ab den 1. Mai 2014 wird der Wärmebedarf für das Gebäude (Endenergie) in der Darstellung neben dem Bandtacho auch zusätzlich in Form von Energieeffizienzklassen dargestellt. Der Eigentümer muss bei Vermietung und Verkauf seiner Immobilie den Energieausweis potenziellen Mietern und Käufern spätestens bei der Besichtigung übergeben. Energetische Kennwerte (Endenergie) müssen künftig im Falle des Verkaufs oder der Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben werden. Die Ausweise müssen jetzt eine Registrierungsnummer aufweisen.

Ab dem 1. Juli 2009 gilt auch für Nichtwohngebäude die "Ausweispflicht". Ausnahme: Für Baudenkmäler muss kein Energieausweis ausgestellt werden.

Einen Bedarfsausweis braucht man für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde. Es sei denn beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht. In einem solchen Fall ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig. Für alle anderen Bestandsgebäude besteht Wahlfreiheit. Für Neubauten sind bereits seit 2002 Bedarfsausweise vorgeschrieben. Das Bundeskabinett hat am 18.03.2009 die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) mit den Maßgaben (Änderungsvorgaben) des Bundesrates beschlossen. 

Kerninhalte de EnEV 2009 sind die Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) bei Neubau und Sanierung um ca. 30 Prozent sowie die Verschärfung der energetischen Anforderungen an Außenbauteile im Falle wesentlicher Änderungen im Gebäudebestand um ca. 15 Prozent. 

Den vollständigen Text der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) können Sie von der Homepage des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe http://www.bmwi.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/pressemitteilungenarchiv,did=598360.html) herunterladen.

Weitere Informationen in dem Informationsblatt "Energieausweis: Fragen und Antworten"